Omeletten statt Pfannkuchen
- Lynn Blattmann

- 20. Jan.
- 3 Min. Lesezeit

Wer nicht kochen kann, behauptet oft, Omeletten herzustellen sei ein Kinderspiel. Aber das ist ein Trugschluss. Viele sehr gute Alltagsköchinnen und -köche haben keine blasse Ahnung wie man eine herrlich luftige, saftige Omelette hinbekommt, die zusammen mit einem kleinen Salat ein perfektes, aber hierzulande fast vergessenes schnelles und gesundes Mittagessen ergibt.
Dabei wird Ihnen die Zubereitung einer perfekten französischen Omelette ziemlich garantiertes Lob der Esser und Esserinnen einbringen!
Vorab drei Dinge:
Erstens eine klassische französiche Omelette enthält kein Mehl.
Zweitens eine Omelette ist kein flacher Pfannkuchen, sondern hat die Form eines Halbmondes und ist ca. 2-3 cm dick.
Drittens Omeletten werden nur ganz kurz in Butter geschwenkt und sollten aussen kaum Bräunungen haben.
Ein Pfannkuchen hat eine etwas gummige zähe Konsistenz, eine Omelette ist saftig, cremig. leicht und luftig.
Die Technik
Omeletten unterscheiden sich punkto Brattechnik klar von Pfannkuchen. Wie beim Rührei werden die gequirlten und gesalzenen Eier in eine heisse Pfanne geleert, in der vorher ein nussgrosses Stück Butter geschmolzen wurde.
Dann wird die Pfanne aus dem Handgelenk geschwenkt, so wie die Fernsehköche die Sauce unter die Teigwaren schwenken.
Sobald die Eier zu stocken beginnen, die Pfanne schräg halten damit sich alles auf einer Seite der Pfanne sammelt und dort aussen noch etwas mehr koaguliert und dann das Omelett überkopf auf einen vorgewärmten Teller gleiten lassen.

Nicht lachen, ausprobieren!
Wer noch unsicher ist, sollte unbedingt das Video von Julia Child über die Französische Omelette anschauen, sie hat da auch einen Trick drin, der die Sache sogar noch etwas vereinfacht.
Zutaten:
Grundrezept:
3 Eier verquirlen
1 Prise Salz
Kann mit frischen Kräutern, etwas geriebenem Sprinz, gekochten Erbsen oder etwas frischem Trüffel variiert werden.
Zubereitung:
1 nussgrosses Stück Butter in eine Pfanne geben, Pfanne heiss werden lassen bis Butter schäumt.
Eier zugeben, schwenken, schütteln, schräg halten, in Teller gleiten lassen.
oder Video schauen und nachmachen:
Französische Omelette, proteinreiches Superfood
Französische Historiker glauben, die ersten Spuren der Französischen Omelette an griechischen Höfen gefunden zu haben. Sicherer ist: die Omelette ohne Mehl wird in der Französischen Küche seit dem 18. Jahrhundert unter dem namen Omelette Baveuse kultiviert. Traditionellerweise besteht sie nur aus Eiern und Salz. Heute wird jedoch oft auch etwas Rahm oder Milch beigegeben, dann muss der Garpunkt nicht so genau getroffen werden.

Als Variante für LiebhaberInnen haben die Franzosen die Omelette Soufflée erfunden, herrlich, luftig im Biss, herzhaft und süss ein Genuss. Dabei werden Eiweiss und Eigelb vorab getrennt, dann wird das Eiweiss steif geschlagen bevor es wieder unter das Eigelb gezogen und gewürzt wird und dann als Omelette in der klassischen Technik gebraten, herrlich.
Pfannkuchen
Die meisten von uns kennen Pfannkuchen, also in der Pfanne gebratene flache Eiergebäcke, diese enthalten oft doppelt so viel Weissmehl wie Eier und viel Wasser oder Milchwasser, das sind eigentlich Teige, die in der Pfanne ausgebacken werden, Pfannkuchen eben. Das sind keine Omeletten auch wenn sie im Volksmund so bezeichnet werden.
Pfannkuchen waren im 19. Jahrhundert in Arbeiter- oder Bauernhaushalten besonders beliebt, weil sie günstig, einfach und schnell herzustellen sind und damit rasch viele Mäuler satt werden konnten.
Klassisch waren süsse Pfannkuchen mit Fruchtkompott, mit Apfelmus oder herzhaft mit Käse oder Gehacktem drauf.
Zutaten:
300 gr Mehl
1 TL Salz
3 Eier
6 dl Milchwasser
1 EL zerlassene wieder abgekühlte Butter
Alle Zutaten mischen bis ein flüssiger Teig entsteht.
Portionenweise in die Pfanne leeren, jeweils ein nussgrosses Stück Butter dazu geben und auf beiden Seiten goldbraun backen.
Dazu, Fruchtkompott, Apfelmus. Geriebener Käse oder Gehacktes servieren






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