• Lynn Blattmann

Zum Selberessen, nicht zum Stibitzen

Aktualisiert: vor 2 Tagen

Wer salzige Brotaufstriche mag, hat nicht viel Auswahl, meist bleibt nur Frischkäse oder Mettwurst. Allerdings ist die Mettwurst meist extrem fettig und wer die Zutatenliste liest, fragt sich, was da überhaupt noch an Natürlichem drin ist. Nicht so beim Stibitz. Dieser Brotaufstrich ist so gut, dass man ihn im Kühlschrank am besten ganz nach hinten legt, sonst ist er weg. Der leichte und rauchig schmeckende Brotaufstrich ist eine Erfindung der Appenzeller Bauernfamilie Speck-Schlauri, die auch andere Rauchfleischprodukte und einen himmlischen Schwartenmagen herstellt.

Ja und weil vom Räucherfleisch immer so kleine Abschnitte übrig blieben, die man im Verkauf nicht verwerten konnte erfanden die findigen Bauersleute einen Brotaufstrich, der viel leichter und luftiger ist als Mettwurst. Beim Stibitz schmeckt man, dass das Fleisch richtig handwerklich geräucht wurde und dass kein Räuchersalz oder andere künstliche Aromen verwendet wurden.

Was man nicht schmeckt, ist dass die Produzenten einen super modernen Räucherofen haben mit Abgasreinigung zur Reduktion des Feinstaubs. Aber es tut trotzdem gut, es zu wissen.

Ein Znüni mit gutem Brot und Stibitz drauf schmeckt nach Kindheit, nach authentischem Essen und nach Frische.

Darum erstaunt es nicht, dass man den Stibitz nicht lange aufbewahren kann; er ist eben ein Frischprodukt und soll darum rasch stibitzt werden.

Den Stibitz und weitere handgemachte Fleisch- und Milchprodukte vom Hof finden Sie hier:


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